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Den Weg wollen wir gehen

fast 30 Jahre Quilisma Kinder- und Jugendchor Springe

 

1. Kapitel: 1988 bis 1998

 

Am 4. August 1988 wurde der Kinderchor St. Petrus Springe gegründet.

 

Der damalige Zivildienstleistende Kai-Uwe Jirka begann die erste Probe mit 12 Kindern aus mehreren Kirchengemeinden in Springe. Das erste erlernte Lied hieß: Den Weg wollen wir gehen. „Dieses Lied muss so etwas wie einen Urknall bewirkt haben, ein Naturereignis mit unabsehbaren Folgen“ schrieb Prof. Peter Becker, der damalige Präsident der Musikhochschule in Hannover, in seinem Grußwort zum 10-jährigen Jubiläum des Chores. Schon damals sangen etwa 90 Kinder im Alter zwischen sechs und 20 Jahren im St. Petrus Chor, sie alle stammten aus Springe und Umgebung.

 

Entsprechend des Alters der Sängerinnen und Sänger wurde der Chor in insgesamt vier Teilchöre unterteilt: Kinderchor I und II, Vorchor und Jugendchor. In allen Jahren seines Bestehens wurde der Kinder- und Jugendchor St. Petrus Springe durch ein ehrenamtlich arbeitendes Team von Eltern und Freunden und der unermüdlichen Chormanagerin Barbara Waltsgott unterstützt.

 

Von Beginn an orientierte sich die gemeinsame Arbeit an einem musikalisch-theatralischen Projektgedanken, der viele Kräfte bündelt und viele zwischenmenschliche Beziehungen und Erfahrungen ermöglicht. Das gemeinsame Musizieren von Kindern und Jugendlichen wird nicht nur zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht, sondern ihnen wird auch eine Ahnung von jener Sinn- und Sinnenfülle vermittelt, die herkömmliche Vorstellungen vom gemeinsamen Musizieren weit übersteigt. Das Bemühen um die Einheit von Musik und Theater, das aufwendige Erstellen von Bühnenbild, Beleuchtung und Kostümen hat auch wegen seines generationsübergreifenden Charakters eine besondere Bedeutung für das Gesamtgefüge des Kinder- und Jugendchores.

 

Das erste Musiktheaterprojekt des Chores, Der Seekrebs von Mohrin, fand im Frühjahr 1990 statt. Wenige Jahre später, 1992, hatte der Kinder- und Jugendchor St. Petrus nicht nur durch zahlreiche Konzerte auf sich aufmerksam gemacht, sondern auch durch die künstlerisch hochkarätigen, lebensvollen und atmosphärisch dichten Aufführungen von Cesar Bresgens Oper Krabat nach Otfried Preußler. In einem Gemeinschaftsprojekt bereiteten Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus Springe und der Partnergemeinde Dresden-Briesnitz die szenisch-musikalische Umsetzung der sorbischen Sage vor, die mit überregionalem Erfolg in Ost und West aufgeführt wurde. Wie bei späteren Musiktheaterprojekten führte Bernd Clausen Regie, die Stimmbildung erfolgte durch Inga Schneider.

 

Das Engagement des Chores für Komponisten der Gegenwart ermöglichte erfolgreiche Uraufführungen des szenischen Psalmes Where do we go from here? 1993 und Gerhard Luchterhands Oper Farmer Giles von Ham 1996.

 

Die Chorkonzerte fanden überwiegend in Sakralräumen statt, in Kirchen und Klosteranlagen der näheren und weiteren Umgebung von Springe. Die konzeptionell immer interessanten Programme waren stilistisch meist weit gespannt und reichten von der Gregorianik bis zu zeitgenössischer Chormusik.

 

Zwei Künstler nahmen immer wieder an den Projekten teil: der Metallkünstler Andreas Rimkus mit seiner charakteristischen Schmiedekunst und Ingo Bracke, der für die Raum- und Bühnengestaltung sowie für Lichtkonzeptionen besonderer Art verantwortlich ist.

 

Internationale Beachtung fand der St. Petrus Chor mit der unkonventionellen Gestaltung von überkonfessionellen und mehrsprachigen Gottesdiensten auf mehreren Konzertreisen nach Ungarn, Großbritannien, Tschechien und die Niederlande. Ausgangspunkt für die inzwischen traditionellen Auslandsreisen war 1993 die Erste Internationale Chorbegegnung Springe, deren Veranstalter der Chor war.

 

2. Kapitel: 1998 bis 2006

 

Der St. Petrus Jugendchor, inzwischen ein hoch qualifizierter Kammerchor, beteiligte sich im zweiten Jahrzehnt seines Bestehens an mehreren Chorwettbewerben. Beim Europäischen Musikfestival für die Jugend in Neerpelt (Belgien) wurde dem Chor ein 1. Preis cum laude verliehen. Beim Deutschen Chorwettbewerb errang er 2002 den zweiten, 2006 den dritten Preis. Daneben gewann der Jugendchor in den Jahren 2001 und 2005 den Niedersächsischen Chorwettbewerb. 2003 wurde dem Chor der Niedersächsische Förderpreis Musik verliehen. Herausragende Erfolge hatte der Jugendchor St. Petrus Springe mit weiteren Musiktheaterprojekten: Cupid and Death (1998), Savonarola (2000) und Totentanz (2002).

 

Am Karfreitag 2002 erklang auf der Wittenburg die Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach.

 

Aus Anlass seines 15-jährigen Jubiläums führte der Jugendchor am 14. September 2003 in der St.-Lamberti-Kirche in Hildesheim das Oratorium Elias von Felix Mendelssohn Bartholdy auf. Diese bis dahin größte musikalische Herausforderung wurde gemeinsam mit dem Bach-Orchester Hannover und vier großartigen Solisten hervorragend gemeistert.

 

Parallel zur Aufführung des Oratoriums Elias durch den Jugendchor erarbeitete der Kinderchor das von Michael Lohmann konzipierte und von Oliver Gies komponierte Kindermusical Elias jazzt. Es wurde zunächst dreimal in der Klosterkirche Wittenburg und 2005 noch einmal auf dem Evangelischen Kirchentag in Hannover mit Riesenerfolg aufgeführt.

 

Der Kinderchor St. Petrus machte in diesen Jahren auch mit anderen bemerkenswerten Musiktheaterprojekten auf sich aufmerksam: Das goldene Kalb (2001), Krach bei Bach (2002) und Seefahrt nach Rio (2003).

 

Ein Riesenerfolg wurde im Jahr 2004 die Aufführung von A-Way! Jimmy Moses erster Zug. Es war bis zu diesem Zeitpunkt das aufwendigste Theaterprojekt des Chores. Die Musik bestand aus der Kombination von Kurt Weills Mahagonny Songspiel und Georg Friedrich Händels Israel in Egypt. Im selben Jahr wurde das Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart im Kloster Amelungsborn und auf der Wittenburg aufgeführt.

Genau so erwähnenswert wie die Konzerte und Musiktheaterprojekte sind die Krippenspiele, die seit Gründung des Chores mit jährlich neuen Texten und Konzeptionen aufgeführt werden. Für die Einstudierung, die religionspädagogische Arbeit und die ausgewogene Auswahl alten Liedgutes ist von Anfang an bis heute die Chormanagerin Barbara Waltsgott verantwortlich.

 

Schon 2002 nahm Kai-Uwe Jirka den doppelten Ruf als Professor für Chorleitung an der Universität der Künste Berlin und als Direktor des Staats- und Domchores Berlin an. Er konnte zunächst seinem Kinder- und Jugendchor die Treue halten, weil er bereit war, Distanzen zu überwinden und Unbequemlichkeiten auf sich zu nehmen.

 

Als dann 2006 auch noch die Leitung der Berliner Singakademie an ihn herangetragen wurde, musste er endgültig von seinem Chor in Springe Abschied nehmen.

 

Der Actus tragicus von Johann Sebastian Bach und das gemeinsam mit Christian Filips entwickelte Musiktheater-Experiment Spiel um Job, eine Kombination des Oratoriums Giob von Carl Ditters von Dittersdorf und des Schauspiels J.B. von Archibald McLeish waren die Höhepunkte des Jahres 2005. Auch die Konzertreihe Es schlug in dessen Seele Feuer (2006) zum 250ten Geburtstag von Karl Philipp Moritz, wieder in der Regie von Christian Filips, gehörte zu den herausragenden Projekten, mit denen sich Kai-Uwe Jirka aus Springe verabschiedete.

 

Das Jahr 2005 brachte einen Wechsel in der Trägerschaft des Kinder- und Jugendchores Springe. Nachdem der Chor 17 Jahre lang unter dem Dach der St. Petrus-Gemeinde Springe Schutz und vielfache Unterstützung erfahren hatte, wurde ein Förder- und Trägerverein gegründet: In der Satzung heißt es: „Der Verein hat die Förderung der musikalischen Bildung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zur Aufgabe. Geistige Grundlage ist dem Verein Goethes Idee einer pädagogischen Provinz: Bei uns ist der Gesang die erste Stufe der Bildung, alles andere schließt sich daran an und wird dadurch vermittelt. Geistliche Grundlage ist die mit der Gregorianik beginnende kirchenmusikalische Tradition des Chorgesanges als wesentlicher Bestandteil der christlichen Verkündigung.“

 

Auch der Name des Chores wurde noch auf Vorschlag von Kai-Uwe Jirka in Quilisma Kinder- und Jugendchor Springe geändert („Quilisma“ ist eine Neume, d.h. ein Notationszeichen der gregorianischen Musik), der Förder- und Trägerverein heißt daher Quilisma Verein für Kirchenmusik und Musiktheater e.V..

 

Der Chor fand 2005 eine neue Heimat und Wirkungsstätte in der Kirchengemeinde St. Andreas in Springe. Mit großer Dankbarkeit ist der Chor der Gemeinde und ihren Mitgliedern verbunden. Hier finden die regelmäßigen Chorproben und Vorbereitungen für die Projekte statt und von hier strahlt die Unterstützungsbereitschaft auch auf den Kirchenkreis und die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers aus.

 

3. Kapitel: 2006 bis 2014

 

Lange vor seinem endgültigen Ausscheiden machte sich Kai-Uwe Jirka Gedanken über seine Nachfolge. Schließlich schlug er selbst Stephan Doormann vor, der im Oktober 2006 die Leitung des Quilisma Kinder- und Jugendchores übernahm.

 

Stephan Doormann setzte überaus erfolgreich die Tradition des Kinder- und Jugendchores fort. Während der Übergangszeit hatte sich die Zahl der Kinder und Jugendlichen vermindert. Es ist ein besonderes Verdienst von Stephan Doormann, durch seine intensive Arbeit, vor allem auf dem Gebiet des „a cappella-Singens“, innerhalb kurzer Zeit die ursprüngliche Anziehungskraft des Chores wiederhergestellt zu haben, sodass der Jugendchor heute wieder etwa 40 Sänger und Sängerinnen aufweist, während der Kinderchor inzwischen auf weit über 50 Mitglieder angewachsen ist.

 

Schon 2006 wurde unter der Leitung von Stephan Doormann das Kindermusical David und Jonathan in der St.-Andreas-Kirche in Springe mit Erfolg aufgeführt.

 

2007 konzertierte der Quilisma Jugendchor nach mehreren Frühlingskonzerten in Springe, Bad Münder, Amelungsborn und Lenthe während eines Ferienaufenthaltes im Sommer in der Auvergne (Frankreich) in den romanischen Kirchen von Orcival, St.Nectaire und Issoire. Im Mittelpunkt der Programme stand die Motette Jesu meine Freude von Johann Sebastian Bach.

 

Im Rahmen der Kulturwoche in der Klosterkirche Wittenburg wurde im selben Jahr das Kinder-Musical Im Zauberwald von Michael Lohmann (Text) und Oliver Gies (Musik) mit sensationellem Erfolg aufgeführt. Es musste mehrfach wiederholt werden, u.a. während der Kulturwoche 2008 in Springe. Geistliche Konzerte unter dem Motto O Welt, ich muss dich lassen in Wienhausen, Minden und Springe beschlossen das Kirchenjahr 2007.

 

Im Mittelpunkt der Frühjahrskonzerte 2008 stand die Kantate Christ lag in Todesbanden von Johann Sebastian Bach. Während der Sommerferien gab der Chor einige Konzerte in Schweden, wo er sich vor allem auf das wichtigste Projekt dieses Jahres vorbereitete, die Aufführung des Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach, das am 13.12.2008 in der Peter-Paul-Kirche in Hermannsburg und am 14.12.2008 in der Markuskirche in Hannover vor vielen Zuhörern mit großem Erfolg aufgeführt wurde. Den Aufführungen ging eine besondere Einführungsveranstaltung für Jugendliche voraus, die von Schülerinnen und Schülern des Otto-Hahn-Gymnasiums in Springe mit gestaltet wurde.

 

Auch 2009 fanden wieder mehrere erfolgreiche und gut besuchte Frühjahrs- und Osterkonzerte statt, in denen Chorwerke von Johann Sebastian Bach im Vordergrund standen.

 

Die Motette Jesu meine Freude und die Kantaten Actus tragicus und Christ lag in Todesbanden erklangen am 19. April 2009 in einem Konzert mit Lichtinstallation in der Markuskirche in Hannover.

 

Am 29. August 2009 wurde in der St.- Andreas-Kirche in Springe das Kinder-Musical Joseph und seine Brüder von Gerd Peter Münden aufgeführt. Die Sprechtexte wurden von Michael Lohmann für den Kinderchor bearbeitet. Bühne und Kostüme wurden von Jugendlichen des Jugendchores und Eltern selbst entworfen und hergestellt. Das Musical wurde ein solcher Erfolg, dass es wiederholt werden musste.

 

Während der Sommerferien wurde zehn Tage lang auf Borkum für den 8. Niedersächsischen Chorwettbewerb geprobt, der am 27. September 2009 in Lüneburg stattfand. Der Quilisma Jugendchor nahm an dem Wettbewerb mit hervorragendem Erfolg teil und erhielt zum dritten Mal hintereinander den 1. Preis.

 

Das traditionelle Weihnachtskonzert fand wie in jedem Jahr am 26. Dezember 2009 in der St.-Andreas-Kirche in Springe statt.

 

Das Jahr 2010 begann wie stets Anfang Januar mit dem Epiphaniaskonzert in der Stiftskirche in Fischbeck. Die Reihe der Konzerte wurde am Karfreitag in der Klosterkirche Wittenburg fortgesetzt.

 

Der 8. Deutsche Chorwettbewerb fand vom 1. bis 16. Mai 2010 in Dortmund statt. Der Quilisma Jugendchor Springe nahm mit sehr gutem Erfolg teil und errang in der Kategorie „Jugendchöre – gemischte Stimmen“ den dritten Platz. Das ist besonders bemerkenswert, weil die anderen Jugendchöre aus Musikgymnasien oder -internaten mit sehr viel häufigeren Probenmöglichkeiten stammten.

 

Am Samstag, dem 12. Juni 2010, führte der Quilisma Kinderchor in der St.-Andreas-Kirche in Springe Das Land der Silberbirke, ein Kindermusical für Groß und Klein auf.

 

Das größte Projekt des Quilisma Jugendchores im Jahre 2010 nannte sich SchattenRaum – Brahms: Ein Deutsches Requiem von Jugendlichen für Jugendliche. In diesem Projekt wurden auf völlig neue Weise moderne Medien, vor allem das Internet, genutzt, um Jugendlichen dieses zentrale Werk klassischer Musik näherzubringen. Während der Sommerferien probte der Chor intensiv 14 Tage lang in Grumbach im Erzgebirge. Am 26. September 2010 wurde das deutsche Requiem von Johannes Brahms in der Markuskirche in Hannover mit großer Resonanz aufgeführt.

 

Der Quilisma Kinderchor studierte für eine Aufführung in der St. Andreaskirche in Springe am 27. November 2010 ein neues Kindermusical mit dem Titel Die Weihnachtswurzel ein.

 

Das traditionelle Weihnachtskonzert des Quilisma Kinder- und Jugendchores fand wie immer am 2. Weihnachtstag 2010 in der St.-Andreas-Kirche in Springe statt.

 

Im September 2011 wurde in der St. Johannis-Kirche in Göttingen und in der Markuskirche in Hannover vom Quilisma Jugendchor das Oratorium Paulus von Felix Mendelssohn Bartholdy gesungen. Das Göttinger Tageblatt zog folgende Bilanz: „Als Zuhörer wurde man das schöne Gefühl nicht los, dass die Kunst hier die Bewunderer gefunden hat, die sie verdient. Den Löwenanteil dieser Leistung hat die Jugend erbracht.“

 

In diesem Jahr erhielt der Chor auch den Förderpreis Musikvermittlung der Stiftung Musikland Niedersachsen.

 

In Anlehnung an das Mendelssohn-Oratorium erarbeitete der Quilisma Kinderchor das Kindermusical Paulus, das ebenfalls mit Erfolg in der St.-Andreas-Kirche aufgeführt wurde.

 

An derselben Stelle wurde am 12. und 13. Oktober 2012 das Kindermusical Lauter Luther! Singen und Sagen mit den Quilisma Kinderchören dargeboten. Therese Büchner (geb. Pahlow), die neue Chorleiterin für die Kinderchöre, vermittelte den Kindern einen unmittelbaren Zugang zum Luther-Choral. Mit Begeisterung ersannen die Kinder während der Einübungszeit selbst neue Choraltexte und Melodien.

 

Mozart Requiem in Bewegung, ein sehr aufwendiges und vielschichtiges Projekt, kam am 19. Januar 2013 in der St.-Johannis-Kirche in Göttingen und einen Tag später in der Neustädter Hof- und Stadtkirche in Hannover zur Aufführung. Es war als dreiteiliges szenisches Konzert in thematischem Zusammenhang mit dem Holocaust konzipiert. Im ersten Teil wurde das Requiem von Mozart vom Chor, den vier Solisten und dem Orchester dargeboten. Neu war die choreographische Gestaltung des Werkes durch Miguel-Angel Zermeno. Die hinreißende chorische Bewegungsintensität der Chormitglieder vermittelte eine nie erlebte Steigerung der Dramatik des Mozart-Werkes. Im zweiten Teil wurde die Holocaust-Thematik durch Rezitationen, u.a. der „Todesfuge“ von Paul Celan, erschütternd ins Bewusstsein gebracht. Den Abschluss bildete die Uraufführung einer a cappella-Komposition des israelischen Komponisten Gilad Hochman Prayer of the Living nach dem Requiem-Text Dona nobis pacem.

 

Die Kinderchöre brachten im Sommer 2013 das Kindermusical Till Eulenspiegel zur Freude aller Zuhörer und Zuschauer zur Aufführung.

 

Am 31. Juli 2014 legte Stephan Doormann sein Amt als Leiter des Quilisma Kinder- und Jugendchores nieder. Zum Abschluss seiner Tätigkeit erhielten er und der Chor den Kulturförderpreis der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers.

 

4. Kapitel: 2014 bis heute

 

Als neuer Chorleiter des Quilisma Kinder- und Jugendchores konnte Keno Weber gewonnen werden. Er begann mit seiner Arbeit am 1. August 2014. Ihm zur Seite steht als Leiterin des Quilisma Kinderchores Lea Marie Wolpert. Die Organisation aller mit dem Chor verbundenen Aufgaben liegt unverändert in den erfahrenen Händen von Barbara Waltsgott.

 

Seinen Einstand als Chorleiter gab Keno Weber im traditionellen Weihnachtskonzert in der St. Andreaskirche in Springe am zweiten Weihnachtstag 2014. Im Mittelpunkt des Konzertes stand die Aufführung des Magnificat von Johann Sebastian Bach.

 

Ein Erlebnis der besonderen Art war die Aufführung des Kindermusicals Der Seekrebs von Mohrin durch den Quilisma Kinderchor unter der Leitung von Lea Marie Wolpert am 18. und 19. April 2015 in der Heinrich-Göbel-Realschule in Springe. Das dramatische Musical mit der Musik von Günther Kretschmar nach einem Text von Hermann Melles wurde unter der Regie von Michael Lohmann von den etwa 50 Kindern des Chores mit großer Begeisterung gezeigt.

 

Der Quilisma Kinder- und Jugendchor Springe feierte bedingt durch den Wechsel in der Chorleitung erst im Kirchenjahr 2014/15 sein 25-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass fand am 23. Mai 2015 in der St.-Andreas-Kirche in Springe ein Jubiläumskonzert unter der Leitung von Keno Weber und Lea Wolpert statt. Auch Kai-Uwe Jirka und Stephan Doormann brachten an diesem Tag mit ehemaligen Sängerinnen und Sängern Chorwerke zum Erklingen, die sie während ihres Wirkens einstudiert hatten.

 

Weitere Ereignisse folgten: Ende September 2015 die Aufführung des Musicals Die Werberbande von Alan Bush vom Vorchor, den 10- bis 14-jährigen Sängerinnen und Sängern.

 

Das umfangreichste Projekt im Jubiläumsjahr wurde Ende 2015 verwirklicht. Mit der Aufführung der Barockoper Dido & Aeneas von Henry Purcell wurde der Aspekt der szenischen Arbeit des Quilisma Jugendchores der Öffentlichkeit präsentiert. Der Chor hat zum ersten Mal eine genuine Oper aufgeführt, die nicht bearbeitet oder verändert, sondern in ihrer Originalgestalt auf die Bühne gebracht wurde.

 

2016 konnte der Jugendchor mit der vielbeachteten Konzertreihe Jazz goes Church Music in Kooperation mit dem Hermannshof Völksen und in Zusammenarbeit mit dem JazzArt-Ensemble 2016 eine neue Facette seines Könnens zeigen. Der Kinderchor begeisterte im Frühjahr seine Zuschauer mit dem Musical Israel in Ägypten.

Im Oktober präsentierte der Jugendchor zusammen mit den Hannoverschen Oratorienchor und dem Choranima Nova das Verdi-Requiem in der Markuskirche Hannover.

 

(Zusammenfassung der Chorgeschichte 1988 bis Mai 2015 von Dr. Peter Hürter, 1. Vorsitzender des Fördervereins 2005 - 2016, anlässlich des 25jährigen Jubiläums)

 

 

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